Prinz Leonce vom Königreich Popo fehlt jeder Lebenssinn. Als ihm sein Vater, König Peter, mitteilt, dass er eine ihm unbekannte Prinzessin Lena von Pipi heiraten soll, flieht Leonce gemeinsam mit seinem Freund Valerio. Auf ihrem Weg begegnen sie der sich nicht zu erkennen gebenden, traurig schönen Prinzessin und ihrer Gouvernante. Lena ist ebenfalls auf der Flucht vor der Heirat mit einem ungeliebten Mann. Nicht ahnend, dass sie den versprochenen Partner vor sich haben, verlieben sich die beiden ineinander, und feiern am Hofe Popo eine groteske Hochzeit.

Büchners einziges Lustspiel, das er mit 22 Jahren schrieb, ist eine beißende Kritik an der Welt der Elterngeneration und der Hohlheit ihrer Ideale. Mit wortspielreicher Ironie, philosophischer Poesie und virtuos artikulierter Absurdität schrieb er ein Stück voll tiefer Verzweiflung.