Rentnerin „Paulette“ als Drogenhändlerin

Das Premierenpublikum feierte die Inszenierung von Anja Panse am Sonntagabend im Kleinen Haus jedenfalls mit lang anhaltendem Applaus.

Anja Panse gab mit der Inszenierung für die August-Hinrichs-Bühne ihr Regiedebüt am Oldenburgischen Staatstheater. Mit klugen und mutigen Einfällen bescherte sie den Besuchern einen vergnüglichen, gut zweistündigen Theaterabend mit viel Gesang und Tiefgang.

Dazu trägt das Bühnenbild von Katrin Busching bei. Auf mehreren Etagen bringt sie die Wohnungen und die Menschen aus Paulettes Mehrfamilienhaus in einem heruntergekommenen Stadtviertel unter. Das Publikum hat damit alle Mitwirkenden im Blick. Für die Schauspieler bedeutet das eine permanente Bühnenpräsenz. Das erfordert ein hochkonzentriertes Spiel, was dem gesamten Ensemble aber ganz wunderbar gelingt.

Lore Timme-Hänsel, Nordwest-Zeitung, 12.2. 2019