Vor vielen Jahren führte Paulette mit ihrem Ehemann ein gut funktionierendes Restaurant. Nachdem es mit diesem immer mehr bergab ging und dann auch noch ihr Mann verstarb, muss Paulette nun mit der Mindestrente und einer Wohnung in einem ärmlichen Plattenbau vorliebnehmen. Die Rechnungen stapeln sich und ihre Rente reicht kaum zum Überleben.

Da ihr damaliges Restaurant nun einen asiatischen Besitzer hat, ist für Paulette eines klar: Schuld an ihrer gesamten Misere sind die Ausländer! Zu jedem Anlass zeigt sie ihre Antipathie und hat selbst zu ihrer Tochter, die mit ihrem zugereisten Ehemann ein gemeinsames Kind hat, ein unterkühltes Verhältnis. Doch plötzlich hat Paulette eine sehr außergewöhnliche Idee: Sie will mit dem Verkauf von Marihuana ihr Portemonnaie auffüllen. Der Großdealer Alexej, der Paulette erst nicht ernst nimmt, ihr aber trotzdem eine Chance gibt, ist sehr erstaunt über ihre Verkaufserfolge. Als Paulette aus der Not heraus das Haschisch in Plätzchen verarbeitet, wird die berauschende Backware zum Verkaufsschlager des gesamten Viertels – und mit der beruflichen Veränderung scheint sich Paulette auch charakterlich zu wandeln.

Die französische Kriminalkomödie ‚Paulette‘ aus dem Jahre 2012 erreichte nach dem Kinostart ein Millionenpublikum. Regie dieser Filmadaption führt Anja Panse, die mit dieser Inszenierung ihr Debüt am Oldenburgischen Staatstheater geben wird.