„Dracula“ am Rostocker Volkstheater zwischen düsterer Atmosphäre und gutem Humor

Anja Panse präsentierte ein aufwendiges Schauspiel von „Dracula“. Sie setzte auf dramatische Dialoge, monumentale Kulissen wie eine steinerne Kapelle, das Schloss des Grafen, eine Irrenanstalt und auf Atmosphäre. Als sich der Raum verdunkelte, die Nebelschwaden aufstiegen, die gerade erst erwachte Vampirfrau Lucy (Franziska Reincke) nur noch in ihren Umrissen zu erkennen war, stockte manchem der Atem.
Was die Regisseurin durch Atmosphäre erschuf, lockerte sie immer wieder durch humoristische Elemente auf, die beim Premierenpublikum funktionierten. Auch mit der Dramatik der Effekte wurde nicht gespart – ein völlig mit Blut übersäter Arthur Holmwood (Daniel Wagner), das dumpfe Geräusch des herabfallenden Kopfes seiner Verlobten Lucy, totgeschlagene Fische, Schüsse. Passend dazu war das gesamte Theater vom Grabstein am Einlass, bis zu Bar, Einlasserinnen und bis zur Deko im Vampirfieber.

3. 3. 2014 NNN